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So betet Bochum

Talk

Religiöse Vielfalt im Pott erkunden und diskutieren

Das Ruhrgebiet ist seit jeher Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt. Kulturelle Vielfalt und religiöse Diversität charakterisieren den Pott.

Während an der einen Ecke der Muezzin zum Gebet ruft, betet nicht weit entfernt die syrisch-orthodoxe Gemeinde in der Sprache Jesu. Nur eine Straße weiter feiert eine afrikanische Gemeinde lautstark mit Gesang und Tanz ihren Gottesdienst. Gerade im Revier gibt es viel vom anderen zu hören, zu riechen oder zu lernen.

Dieser Vielfalt will der Abend auf die Spur gehen: wie betet mein Nachbar? Hat Corona das Glaubensleben meiner Nachbarin beeinflusst? Was glaubt eigentlich meine langjährige Arbeitskollegin? Geographische Grenzen, die unterschiedlichste Menschen trennten, sind längst aufgebrochen. Welche Grenzen haben wir in unseren Köpfen? Was bedeuten sie für das religiöse Miteinander?

Ein Blick in die facettenreiche Geschichte der Migration ins Ruhrgebiet sowie ein Blick auf das vielfältige religiöse Leben sind an diesem Abend Thema, bevor Vertreter:innen aus Religion, Politik und Gesellschaft mit dem Publikum gemeinsam die Frage nach der religiösen Vielfalt diskutieren werden

 

Programm:

18 Uhr
Einleitend referiert Herr Prof. Dr. Traugott Jähnichen (Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr Universität Bochum) zum Thema „Migration ins Ruhrgebiet“ aus systematisch-theologischer Perspektive. Einige Exponate seiner Ausstellung „Migration und Religionen im Ruhrgebiet“ werden ebenfalls zu bewundern sein.

19 Uhr
Daran anschließend wird der kurze Dokumentarfilm „So betet Bochum“ präsentiert werden. Dieser entstand im Rahmen des Seminars „Religiöse Pluralität entdecken, gestalten und diskutierend sichtbar machen. Migrantische Gemeinschaften vor Ort“ in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Emel Aydoğdu und dem Fotograf Serkan Akin. Studierende hatten sich zu verschiedensten religiösen Gemeinschaften mit migrantischen Wurzeln auf den Weg gemacht, um deren kulturelle Vielfalt und religiöse Pluralität einzufangen.

19:30
Eine Podiumsdiskussion zu Chancen und Probleme religiöser Vielfalt im Ruhrgebiet schließt den Abend ab, sodass verschiedene VertreterInnen aus Politik, Kirche, Universität und den besuchten Gemeinden miteinander ins Gespräch kommen können.